Entscheidungskriterium Nr. 1: Ist ein Multivitamin bioverfügbar oder nicht?

Eine beeindruckend lange Liste von Inhaltsstoffen macht noch kein wirksames Multivitamin aus. Bei vielen Multivitaminpräparaten sind die Vitalstoffe in einer Form vertreten, die der Körper nicht verwerten kann. Der Organismus kann sie nur aufnehmen, wenn sie beispielsweise an die Moleküle bestimmter anderer Stoffe gebunden werden.

Der dazu notwendige Aufbereitungsprozess ist kostspielig – billige Discount-Präparate, aber auch eine ganze Reihe teurer Multivitaminprodukte haben ihn ganz offensichtlich nicht durchlaufen. Nicht umsetzbare Nährstoffe werden zwar einfach ungenutzt wieder ausgeschieden und richten keinen Schaden an. Trotzdem: Schade um die unnötige Ausgabe.

Entscheidungskriterium Nr. 2: Welche Zusatzstoffe sind enthalten

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Neben den eigentlichen Vitaminen und Mineralstoffen bedarf es offenbar so mancher Zusätze, um das Produkt in entsprechende Form zu bringen, darunter Konservierungs-, Farb- und Aromastoffe, Süßungsmittel, dazu noch Emulgatoren, Trenn- oder Antiklumpmittel, die die Darreichungsform und die Optik des Präparates verbessern sollen.

Hochwertige Produkte kommen ohne diese Zusatzstoffe aus  – das ist ein wichtiges Kriterium für den Verbraucher, sie zu identifizieren. Wer verspricht, dass sein Nahrungsergänzungsmittel Wohlbefinden und Gesundheit steigert, sollte nachweisen, dass sein Produkt mit wenigen, gar keinen oder garantiert unschädlichen Zusatzstoffen hergestellt wurde, und deklariert den Inhalt vollständig.

 

Entscheidungskriterium Nr. 3: „No-Go“-Inhaltsstoffe – Was nicht hineingehört

Auch in den gut verträglichen und wirksamen Präparaten finden sich Inhaltsstoffe, mit deren Bezeichnung der Verbraucher wenig anfangen kann. Ein bestimmtes Minimum an Binde- und Konservierungsmitteln muss wohl sein. Und die beliebten löslichen Brausepulver-Tabletten für das Mischen von Vitamingetränken punkten meist mit fruchtig-frischem Geschmack.

Eine ganze Reihe der üblicherweise verwendeten Zusätze können jedoch nicht nur die Aufnahme von Vitaminen und Mineralien im Körper geradezu verhindern, sondern sogar negative Wechsel- und Nebenwirkungen erzeugen. Einige gängige Substanzen gehören sogar grundsätzlich weder in ein Nahrungs- noch in ein Nahrungsergänzungsmittel:

  • Phosphate stehen im Verdacht, Hyperaktivität bei Kindern, Allergien und Stoffwechselstörungen zu verursachen.
  • Bestimmte Sulfit-Verbindungen, die Pilze und Bakterien in Schach halten sollen, lösen Migräne aus oder verhindern die Verwertung von aufgenommenem Vitamin B im Körper.
  • Natamycin, ein anderer künstlicher Konservierungsstoff, wirkt auch innerhalb des Körpers wie ein Antibiotikum, das auch bei nützlichen Darmbakterien tabula rasa macht.
  • Ein Süßstoff wie Saccharose hat zwar keinen Einfluss auf den Insulinhaushalt, kann aber zu Karies beitragen. Im Idealfall kommt bereits der natürliche Süßstoff Stevia zum Einsatz, der 300x süßer als Zucker ist und daher in definitiv harmlosen Minimaldosen verwendet wird.
  • Säuerungsmittel wie Zitronensäure sorgen für bessere Haltbarkeit, greifen aber den Zahnschmelz an.

Entscheidungskriterium Nr. 4: Wirklich bedenkliche Inhaltsstoffe

Titandioxid, auf Inhaltsdeklarationen auch als E171 bezeichnet, löst Autoimmunstörungen aus. Es dient als weißer Farbstoff, der zwar auch in Nahrungsmitteln zur Aufhellung eingesetzt wird, aber hauptsächlich beim Anstrich von Fahrrädern oder Golfschlägern. Leider ist das Ausgangsprodukt giftiges Titan. Zwar wird das meiste davon vom Organismus wieder ausgeschieden. Was aber geschieht mit den Rückständen, deren sich der Körper nicht automatisch wieder entledigt? Mehr dazu hier.

In der Liste der Inhaltsstoffe taucht E572 auf, Magnesiumstearat, ein Hilfsstoff, der dazu dienst, biologisch aktive Substanzen zu Tabletten zu formen und dafür zu sorgen, dass diese nicht in den Fertigungsmaschinen festkleben. Im Verdauungstrakt wirkt sich Magnesiumstearat aus wie eine Portion Kreide: Es bildet eine schlammige Schicht an den Darmwänden, oder umhüllt die Vitaminkapsel, die dann nur unter großem Enzymaufwand im Verdauungstrakt aufzuschließen ist. Die Vitalstoffe aus dem Präparat können so nicht durch die Darmwand absorbiert und folglich auch nicht wirksam werden.

Ein Präparat mit diesem Zusatz ist vollkommen wertlos, es könnte statt den auf der Packung angepriesenen Vitaminen ebenso gut Zucker enthalten. Warum wird es dann überhaupt einsetzt?

Magnesiumstearat wird zudem aus besonders billigen Ölen hergestellt, etwa Baumwollkapsel-Öl. Da ursprünglich nichts an einer Baumwollpflanze zum Verzehr bestimmt ist, werden beim Anbau, beispielsweise in China, bedenkenlos Pestizide eingesetzt. Dazu kommen noch diverse Katalysatoren in der Stearatproduktion zum Einsatz. So gelangen Spuren von Pestiziden und eventuell toxischer Metalle in ein Vitaminpräparat.

Eine „saubere“ Zutatenliste kann nicht durch Werbeversprechen ersetzt werden. Hochwertige Produkte mit weitgehend natürlichen Inhaltsstoffen kommen ganz ohne zweifelhafte Komponenten aus. Hersteller deklarieren die Zusammensetzung ihrer Produkte dann lückenlos, wenn diese allen Ansprüchen an Reinheit, Schadstofffreiheit und sorgfältige Verarbeitung genügen. Darauf sollte der Verbraucher achten.

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