„Eine steigende Flutwelle“, so beschreiben Wissenschaftler den starken Anstieg der Bluthochdruckpatienten (Hypertonie).

Fast jeder 3. Erwachsene in Deutschland (jeder 2. Erwachsene über 60 Jahren!) erkrankt an hohem Blutdruck. Es handelt sich also um eine sehr häufige Erkrankung.

Da der Bluthochdruck lange Zeit keine Beschwerden macht, fällt die Erkrankung oft erst (viel zu) spät auf.

Die meisten Blutdruckpatienten schlucken mehrere Medikamente – und zwar „solche“ und „solche“.

Wer medikamentös gegen Bluthochdruck behandelt wird, sollte die folgenden 6 Wirkstoffgruppen kennen:

  • ACE-Hemmer (Nebenwirkungen: u.a. Reizhusten, Hautreizungen, Ekzeme)
  • Angiotensin-Antagonisten (kaum Nebenwirkungen, aber Arzneimittel aus der Gruppe der Angiotensin-Antagonisten werden wegen des höheren Preises nur selten verschrieben. Zugelassene Arzneistoffe sind: Irbesartan, Candesartan, Valsartan, Losartan)
  • Beta-Blocker (Nebenwirkungen: können eine bestehende Herzschwäche verstärken, verlangsamen den Herzschlag)
  • Wassertabletten (Nebenwirkungen: Häufiger Harndrang. Wirken sich ungünstig auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel aus. Gelegentlich kommt es zu Müdigkeit, Muskelkrämpfen oder Herzrhythmusstörungen)
  • Kalzium-Antagonisten (Nebenwirkungen: können zu Kopfschmerzen und erhöhtem Puls führen)
  • Renin-Hemmer (relativ wenige Nebenwirkungen; allerdings ist die pharmakologische Wirksamkeit des Medikaments umstritten).

Hoher Blutdruck: Gibt es Alternativen zu Medikamenten?

Wirkungsvolle Maßnahmen gegen hohen Blutdruck

Auch mit anderen Mitteln könnten viele Patienten ihren Blutdruck senken und die Zahl oder zumindest die Dosis ihrer Arzneimittel deutlich verringern.

Eine Studie zeigt, dass sich Schwarztee und Grüntee positiv auf Bluthochdruck auswirken. Wissenschaftler aus Taiwan berichten über den langanhaltenden Effekt, den Tee auf Hypertonie hat.

Sie suchten für eine Studie 1.500 erwachsene Teilnehmer aus, die noch nicht unter hohem Blutdruck litten. Über ein Jahr mussten die Teilnehmer Fragebögen zur Ernährung ausfüllen und sich immer wieder medizinischen Untersuchungen unterziehen.

Nachdem die Forscher Daten wie Alter, Geschlecht und familiäre Bluthochdruckerkrankungen sowie Lebensumstände untersucht hatten, kamen sie zu folgenden Ergebnissen:

Mindern Schwarztee und Grüntee das Blutdruck – Risiko?

Rund 600 der Teilnehmer tranken mindestens eine halbe Tasse schwarzen oder grünen Tee pro Tag.

Bei jenen, die zwischen einer halben und zwei Tassen Tee täglich tranken, sank das Risiko für Hypertonie um mehr als 45%.

Bei denen, die mehr als 2 Tassen Tee täglich tranken, reduzierte sich das Hypertonie-Risiko um 65%.

Blutdruckmessung: über 140/90 – keine Experimente! Suchen Sie unbedingt einen Arzt auf!

Blutdruckmessung: Bei Blutdruck über 140/90 keine Experimente!

Blutdruckmessung: Bei Blutdruck über 140/90 keine Experimente!

Leider ist jeder, der einen gefährlich hohen Blutdruck hat, auf Medikamente (mit allen oben beschriebenen Nebenwirkungen) angewiesen, um schnelle Ergebnisse zu erreichen, den Blutdruck zu senken und einen Schlaganfall zu vermeiden.

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob er Ihnen ein Medikament aus der Gruppe der Angiotensin-Antagonisten verschreibt. Medikamente mit den Arzneistoffen Irbesartan, Candesartan, Valsartan, Losartan sind zwar etwas teurer als andere Blutdruckmedikamente, aber sie haben vergleichsweise geringe Nebenwirkungen.

Leicht erhöhter Blutdruck (unter 140/90): Ernährungsumstellung bewirkt Wunder!

Blutdruck Checkliste

Wenn Ihr Blutdruck nur moderat erhöht ist, gibt es eine Reihe von Ernährungsänderungen, die Ihnen helfen können, den Blutdruck unter Kontrolle zu bekommen.

Eine ausgewogene Ernährung, dazu noch Ausdauersport und Strategien zur Stressbewältigung helfen effektiv, den Blutdruck zu normalisieren.

Kann man Blutdruck Risikofaktoren ausschalten?

Lebensmittel mit viel Zucker bewirken eine hohe Insulinausschüttung im Körper. Dabei besteht nicht nur die Gefahr, eine gefährliche Insulinresistenz zu entwickeln, auch der Blutdruck steigt an und wichtiges Magnesium wird ausgespült. Zucker sollte daher nicht in großen Mengen gegessen werden.

Koffein verursacht einen Anstieg des Blutdrucks. Pro Tag sollten maximal zwei Tassen Kaffee getrunken werden. Wer an kritischem Bluthochdruck leidet, verzichtet besser ganz auf Coffein in Getränken wie Kaffee oder Limonade.

Letztlich ist Stress ein großer Risikofaktor für Bluthochdruck. Fast jeder Arbeitnehmer leidet unter Stress im Beruf. Strategien zur Stressbewältigung gehören daher zu jedem Programm gegen Bluthochdruck. Es gibt verschiedene Entspannungsprogramme, wie Yoga oder autogenes Training.

Hilft gesunde Ernährung bei hohem Blutdruck?

Studien zeigen, dass zum Beispiel frischer Knoblauch den Blutdruck senkt. Und auch frische Zwiebeln helfen, das Blut zu verdünnen und den Blutdruck zu senken. Es gibt außerdem eine Studie aus Deutschland, in der Wissenschaftler nachweisen, dass die Kombination aus gehackten Zwiebeln und Olivenöl zu einer deutlichen Senkung des Blutdrucks in einigen Tagen führt.

Omega-3-Fettsäuren helfen, den Blutdruck zu senken. Sie sind in Fisch, Leinsamenöl, Hanföl oder Walnussöl enthalten. Eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren verhindert zudem viele andere Krankheiten. Wer einen Mangel befürchtet, kann täglich einen Esslöffel Fischöl, Krillöl oder Hanföl pur als Nahrungsergänzung einnehmen.

Ist Salz schädlich bei hohem Blutdruck?

Überall können Sie hören und lesen, dass Sie Salz nur sparsam verwenden dürfen, wenn Sie Ihren Blutdruck senken wollen. Aber in den letzten Jahren wurde diese Meinung mehrfach überprüft und in Frage gestellt.

Denn das Problem für Menschen mit hohem Blutdruck ist nicht das Natrium, sondern die mangelnde Balance zwischen Natrium- und Kaliumlevel.

Mehr als 25 verschiedene Studien zeigen, dass ein Anstieg der Kaliumversorgung (ohne die Natriumeinnahme zu vermindern) ein effektiver Weg ist, den Blutdruck zu senken.

Eine der Studien zeigt, dass mit nur einer Portion kaliumreichen Essens pro Tag das Schlaganfallrisiko um die Hälfte gesenkt wird.

Wenn Sie also feststellen, dass eine verringerte Natriumeinnahme einen positiven Unterschied bei Ihren Blutdruckwerten bewirkt, sollten Sie in Zukunft Meersalz verwenden. Bei mäßigem Gebrauch hat Meersalz keine negativen Auswirkungen auf den Blutdruck gezeigt und versorgt den Körper sogar mit einer Anzahl wichtiger Mineralien, einschließlich Magnesium.

Gesunde Helfer für gesunden Blutdruck:

Magnesium und Calcium können ebenso wie Vitamin C und Vitamin E als Nahrungsergänzung eingenommen werden, um einem Mangel vorzubeugen. Wie sie Vitalstoffmangel beheben, erfahren Sie hier.

Weitere wichtige Informationen zum Thema „Blutdruck“:

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