Hochdosierte Vitamine in der medizinischen Praxis

Ein Patient, der jahrelang Multivitaminpräparate nahm, war sehr erstaunt, als ihm sein Arzt 1.000 Milligramm (mg) Niacinsäure täglich verordnete, um seinen Cholesterinspiegel zu verbessern. Diese Dosis ist, verglichen mit den 20 mg aus dem Drogerie-Multivitaminpräparat, die den täglichen Niacinsäurebedarf decken sollen, recht hoch.

Doch bedenken Sie: Kleinere Vitamin-Mangelerscheinungen können Sie mit guten Multivitaminpräparaten aus der Drogerie ausgleichen. Ihr Arzt verschreibt Ihnen hingegen hochdosierte Vitamine, um damit bestimmte Krankheiten zu behandeln.

Hochdosierte Vitamine: Mehr als der tägliche Bedarf

Vitamine können Mangelerkrankungen bekämpfen. Langanhaltende Vitamindefizite können spezielle Erkrankungen verursachen. In den meisten Fällen können die Probleme, die durch Vitaminmangel verursacht werden, durch eine ausreichende Versorgung durch die Ernährung oder durch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel gelöst werden.

Hochdosierte Vitamine werden aber auch pharmakologisch genutzt. Sie werden dann ähnlich wie andere Wirkstoffe vom Arzt zur Behandlung von Krankheiten verordnet. In typischer Weise nehmen die Patienten dann unter ärztlicher Kontrolle höhere Dosen als die empfohlenen Tagesdosen ein.

Hochdosierte Vitamine als verschreibungspflichtige Medikamente

Spezielle hochdosierte Vitamine können zur Behandlung von Gesundheitsproblemen eingesetzt werden, so zum Beispiel:

  • Hochdosierte B-Vitamine zur Wahrung der Herz-Kreislauf-Gesundheit: Eine Studie zeigte, dass eine Kombination von B-Vitaminen – insbesondere 10 mg B6, 400 mg B12 und 1000 mg Folsäure – einen erhöhten Homocysteinspiegel senken konnte.
  • Hochdosierte Nicotinsäure (= Niacin, Vitamin B3) zur Erhöhung des „guten“ Cholesterins: In der verordneten Dosierung eingenommen, kann Nicotinsäure den HDL-Spiegel um 15 % bis 30 % – gelegentlich sogar bis zu 50 % – steigern. Die ärztliche Kontrolle ist hierbei notwendig.
  • Hochdosiertes Riboflavin (Vitamin B2) zur Migräneprophylaxe

Hochdosierte Vitamine und Nährstoffe in der Orthomolekularen Medizin

Die orthomolekulare Medizin geht davon aus, dass Krankheiten immer zu einem biochemischen Ungleichgewicht im Körper führen, das durch die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, aber auch Spurenelementen, Fettsäuren und Aminosäuren ausgeglichen werden kann.

Darüber hinaus werden heute auch die große Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe (z.B. Phytoöstrogene und Flavonoide), aber auch Prä- und Probiotika sowie Enzyme zur Orthomolekularmedizin gezählt.

Vor mehr als fünfzig Jahren entdeckte man, dass man durch ausreichende Zufuhr von Vitaminen und anderen Mikronährstoffen nicht nur die Gesundheit des Menschen erhalten, sondern sogar Krankheiten erfolgreich behandeln kann. Dazu sind manchmal hochdosierte Vitamin Gaben nötig. Eine positive Begleiterscheinung davon kann sein, dass man die Menge der ansonsten nötigen Medikamente deutlich verringern kann.

Hochdosiertes Vitamin C

Ein häufiger Anwendungsfall für hochdosierte Vitamine ist die Verabreichung von Vitamin C (Ascorbinsäure). Es beeinflusst den Fettstoffwechsel, das Hormon- und Nervensystem, ist wichtig für das Knochen- und Bindegewebe und für die Entgiftung des Körpers. Vitamin C gilt als ein wichtiges Antioxidans, das heißt, eine die Zellmembran und den Zellkern beschützende Substanz.

Die Zufuhr von hochdosiertem Vitamin C kann in folgenden Fällen wichtig sein:

  • In Stresssituationen
  • Bei Infektionen
  • Während einer Antibiotikabehandlung
  • Während der Schwangerschaft
  • Raucher
  • Medikamenteneinnahmen wie die Pille, oder Substanzen, die die Magensäure hemmen und auch Kortison vermindern das Vitamin C im Blutserum.
Hochdosierte Vitamine

Wichtig für ein gesundes Leben: Vitamine gehören dazu

Normale Aufnahme von Vitamin C durch Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel

Zur Aufnahme von Vitamin C stehen Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Hochdosisinfusionen zur Verfügung.

Die Aufnahme durch Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel stößt aber irgendwann an ihre Grenzen, da das Aufnahmevermögen des Magen-Darm-Traktes für Vitamin C begrenzt ist.

Um die Vitamin C-Aufnahmefähigkeit des Organismus zu erhöhen, ist es sinnvoll, die beabsichtigte Vitamin C Menge in kleinen Dosen über den Tag verteilt einzunehmen. Eine Menge zwischen 100 und 200 mg pro Portion ist am effektivsten.

Aufnahme von hochdosiertem Vitamin C durch Infusionen

Der Vitamin-C-Spiegel im Blut steigt selbst bei täglich mehrmaliger oraler Einnahme weit weniger an, als bei Zufuhr durch eine Infusion.

Eine Infusionstherapie bei Vitamin-C-Mangel oder bestimmten Erkrankungen kann sinnvoll sein. Vor allem dann, wenn der Vitamin-C-Bedarf viel höher ist, als oral zugeführt werden kann. Der Anwendungsbereich hoch dosierter Vitamin-C-Infusionen ist breit gestreut.

Hochdosierte Vitamine: Vitaminmangel ist kein Marketingtrick!

Eine Analyse des Essverhaltens von 20.000 Personen aller Altersklassen hat festgestellt: Vitaminmangel ist nicht die Ausnahme, fast schon die Regel. Das Ergebnis dieser Untersuchung aus 2008 zeigte zum Beispiel:

  • An Folsäure mangelt es über 80% aller Menschen, insbesondere auch schwangeren Frauen.
  • Ein Vitamin D Mangel ist mit etwa 80% der Bevölkerung ebenso häufig und nimmt im Alter noch zu.
  • Sogar beim Vitamin C, dem Standard in jedem Nahrungsergänzungsmittel und in den meisten Obstsorten enthalten, mangelt es 29% der Bevölkerung: sie nehmen nicht einmal 100 mg Vitamin C täglich zu sich.

Unten in der Tabelle sehen Sie, wie ein „Mann in den besten Jahren“ (zwischen 51 und 64 Jahren) durchschnittlich mit Vitaminen versorgt – bzw. unterversorgt – ist:

Vitamin
Referenzwert der DGE
Anteil von Personen unter dem Referenzwert
Vitamin A1.000 µg12,00%
Vitamin C100 mg29,10%
Vitamin E13 mg47,10%
Vitamin D5 µg73,90%
Vitamin B11,1 mg20,50%
Vitamin B21,3 mg20,20%
Vitamin B315 mg0,80%
Vitamin B61,5 mg12,60%
Vitamin B123 µg7,90%

(Lesebeispiel: 73,9% der „Männer in den besten Jahren“ haben einen Vitamin-D-Mangel. Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II aus 2008 für einen Mann, 51-65 Jahre. Erhebung der Ernährungsgewohnheiten von 20.000 repräsentativen Personen aus Deutschland.)

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