Sind Nahrungsergänzungsmittel ein guter Ersatz für Obst und Gemüse?

Alltags-Stress und Fast Food – für viele ein Grund, mit Nahrungsergänzungen die eigene Gesundheit zu unterstützen. Denn hochwertige Multivitaminpräparate enthalten alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe hoch dosiert – idealerweise in orthomolekularer Qualität und Dosierung. 25% der Deutschen haben Erfahrungen mit Nahrungsergänzungsmitteln, viele nehmen sie regelmäßig zu sich. Doch wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel als Gesundheitshelfer?

Was sind Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel, sondern rein rechtlich den Lebensmitteln zugeordnet und fallen damit unter das Lebensmittelgesetz. Als Kapseln oder Pulver enthalten sie Vitamine, Mineralstoffe oder Aminosäuren und sie sollen die normale Nahrung ergänzen.

Nahrungsergänzungsmittel werden in Deutschland beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) registriert. Für die Sicherheit und korrekte Auszeichnung sind die Hersteller verantwortlich. Zusätzlich kontrollieren die Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer die Produkte.

Nahrungsergänzungsmittel sind nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen. Kein Nahrungsergänzungs-Hersteller darf dies in der Werbung oder auf den Packungen versprechen.

Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV)

Rechtlich sind Nahrungsergänzungsmittel im EU-Recht durch die Richtlinie 2002/46/EG geregelt. Dabei sind vor allem die Mineralstoffe und Vitamine vorgegeben. In der Nahrungsergänzungsmittelverordnung ist ein Nahrungsergänzungsmitte wie folgt definiert: Eine Nahrungsergänzung ist

„ein Lebensmittel, das
dazu bestimmt ist, die allgemeine Ernährung zu ergänzen,
ein Konzentrat von Nährstoffen oder sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung
allein oder in Zusammensetzung darstellt und
in dosierter Form, insbesondere in Form von Kapseln, Pastillen, Tabletten, Pillen, Brausetabletten und anderen ähnlichen Darreichungsformen, Pulverbeutel, Flüssigampullen, Flaschen mit Tropfeinsätzen und ähnlichen Darreichungsformen von Flüssigkeiten und Pulvern zur Aufnahme in abgemessenen kleinen Mengen in den Verkehr gebracht wird.“

Die erlaubten Vitamine und Mineralstoffe sind in Anhang 1 der Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV) aus dem Jahre 2004 aufgeführt.

Werbeaussagen und -Versprechungen über Nahrungsergänzungsmittel werden durch die Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (Health Claims) geregelt. Krankheitsbezogene Aussagen sind bezüglich Nahrungsergänzungsmitteln nicht zulässig.

Sind Nahrungsergänzungsmittel gefährlich?

Unter verschiedenen Überschriften behaupteten in jüngster Vergangenheit einige Medien in den USA, Nahrungsergänzungsmittel seien gefährlich. Mehr noch: Es wurde behauptet, Vitamine könnten sogar tödlich sein. Hier einige Beispiele aus den vielen Überschriften:

  • Studie stellt Zusammenhang zwischen Vitaminen und höherer Sterberate bei Frauen fest – CTV
  • Studie: Vitamine können Sterberisiko bei älteren Frauen erhöhen – USA Today
  • Wir haben ungeheure Geldsummen für Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel verschwendet – TIME
  • Einige verbreitete Vitaminzusätze können Sterberisiko erhöhen – MSNBC
  • Nahrungsergänzungsmittel können für ältere Frauen ein Risiko darstellen – Los Angeles Times
  • Ergänzungsmittel bergen nach neuer Studie Risiken für ältere Frauen – NPR
  • Vitamine schaden mehr, als dass sie nutzen, sagt neue Untersuchung – News.com.au
  • Frauen, die Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, könnten höherem Sterberisiko ausgesetzt sein – Huffington Post

Das ist nur eine kleine Auswahl aus Hunderten ähnlicher Überschriften der etablierten Medien, die letztlich alle das Gleiche behaupten. Aber es gibt da ein Problem: Das Ganze ist eine Falschmeldung! Nahrungsergänzungsmittel sind alles andere – nur nicht gefährlich. Das Schlimme daran: Auch deutsche Medien saßen dieser Falschmeldung auf und plapperten eifrig nach, was in den USA behauptet wurde.

Es ist das Verdienst des Kopp Verlags, dass diese Medienlüge aufgedeckt wurde, und dass die Verantwortlichen für diesen Schwindel auch beim Namen genannt werden. Hier, bitte: Medienlügen bloßgestellt: Jüngste Kritik an Vitaminen sind manipulierte Angstmache!

Im Test: Multivitamine und Nahrungsergänzungsmittel im Test

Ernstzunehmende und seriöse Tests von Nahrungsergänzungen finden Sie hier:

  1. Nahrungsergänzungsmittel im Test bei Mens Health
  2. Nahrungsergänzungsmittel im Test bei Fit for Fun
  3. Nahrungsergänzungsmittel im Test bei Netdoktor
  4. Nahrungsergänzungsmittel im Test bei SchlankeList

 

Gängige Nahrungsergänzungsmittel

Zu den am weitesten verbreiteten Nahrungsergänzungsmitteln gehören Vitamine und Mineralstoffe. Teilweise werden sie einzeln angeboten, aber es sind auch Multivitaminpräparate oder auch Kombinationen von Nährstoffen.

Daneben werden auch vitaminähnliche Stoffe wie Coenzym Q10, Fettsäuren und Aminosäuren angeboten. Auch sekundäre Pflanzenstoffe, wie Phytosterine und Pflanzenextrakte, werden als Nahrungsergänzungsmittel verkauft.

Was Nahrungsergänzungsmittel wirklich bringen

Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin C können keine Erkältung verhindern. Vitamin C ist zwar ausgesprochen wichtig für unser Immunsystem, doch unser Körper ist nicht in der Lage es längere Zeit zu speichern. Es ist also nicht möglich, sich z.B. mit Vitamin C im Vorfeld einer Erkältungswelle zu immunisieren.

Bei einem Wadenkrampf greifen manche zu Magnesium. Denn Magnesium entkrampft und soll dem Schmerz ein Ende bereiten. Leider hilft auch hier das Nahrungsergänzungsmittel nur bedingt. Vor allem deshalb, weil die in der Drogerie erhältlichen Produkte meist zu niedrig dosiert sind.

Sportler schwören oft auf eine Extra-Portion Eiweiß als Nahrungsergänzungsmittel. Dabei ist wichtig zu wissen, dass der Bedarf eines Gelegenheits-Sportlers meist über die normale Ernährung ausreichend gedeckt wird. Kraft- und Leistungssportler, die hart trainieren, benötigen jedoch eine erhöhte Proteinzufuhr. Diese lässt sich meist nicht mehr über die Ernährung decken.

Beliebt sind Nahrungsergänzungsmittel mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen – sogenannte Multivitamin-Präparate.

Hier gibt es 4 wichtige Entscheidungskriterien:

Entscheidungskriterium Nr. 1: Ist ein Multivitamin bioverfügbar oder nicht?

Eine beeindruckend lange Liste von Inhaltsstoffen macht noch kein wirksames Multivitamin aus. Bei vielen Multivitaminpräparaten sind die Vitalstoffe in einer Form vertreten, die der Körper nicht verwerten kann. Der Organismus kann sie nur aufnehmen, wenn sie beispielsweise an die Moleküle bestimmter anderer Stoffe gebunden werden.

Der dazu notwendige Aufbereitungsprozess ist kostspielig – billige Discount-Präparate, aber auch eine ganze Reihe teurer Multivitaminprodukte haben ihn ganz offensichtlich nicht durchlaufen. Nicht umsetzbare Nährstoffe werden zwar einfach ungenutzt wieder ausgeschieden und richten keinen Schaden an. Trotzdem: Schade um die unnötige Ausgabe.

Entscheidungskriterium Nr. 2: Welche Zusatzstoffe sind enthalten

Hochwertige Produkte kommen ohne Zusatzstoffe aus – das ist ein wichtiges Kriterium für den Verbraucher, sie zu identifizieren. Wer verspricht, dass sein Nahrungsergänzungsmittel Wohlbefinden und Gesundheit steigert, sollte nachweisen, dass sein Produkt mit wenigen, gar keinen oder garantiert unschädlichen Zusatzstoffen hergestellt wurde, und deklariert den Inhalt vollständig.

Entscheidungskriterium Nr. 3: “No-Go”-Inhaltsstoffe – Was nicht hineingehört

Eine ganze Reihe der üblicherweise verwendeten Zusätze können jedoch nicht nur die Aufnahme von Vitaminen und Mineralien im Körper geradezu verhindern, sondern sogar negative Wechsel- und Nebenwirkungen erzeugen. Einige gängige Substanzen gehören sogar grundsätzlich weder in ein Nahrungs- noch in ein Nahrungsergänzungsmittel:

  • Phosphate stehen im Verdacht, Hyperaktivität bei Kindern, Allergien und Stoffwechselstörungen zu verursachen.
  • Bestimmte Sulfit-Verbindungen, die Pilze und Bakterien in Schach halten sollen, lösen Migräne aus oder verhindern die Verwertung von aufgenommenem Vitamin B im Körper.
  • Natamycin, ein anderer künstlicher Konservierungsstoff, wirkt auch innerhalb des Körpers wie ein Antibiotikum, das auch bei nützlichen Darmbakterien tabula rasa macht.
  • Ein Süßstoff wie Saccharose hat zwar keinen Einfluss auf den Insulinhaushalt, kann aber zu Karies beitragen. Im Idealfall kommt bereits der natürliche Süßstoff Stevia zum Einsatz, der 300x süßer als Zucker ist und daher in definitiv harmlosen Minimaldosen verwendet wird.
  • Säuerungsmittel wie Zitronensäure sorgen für bessere Haltbarkeit, greifen aber den Zahnschmelz an.

Entscheidungskriterium Nr. 4: Wirklich bedenkliche Inhaltsstoffe

  • Titandioxid, auf Inhaltsdeklarationen auch als E171 bezeichnet, löst Autoimmunstörungen aus. Es dient als weißer Farbstoff, der zwar auch in Nahrungsmitteln zur Aufhellung eingesetzt wird, aber hauptsächlich beim Anstrich von Fahrrädern oder Golfschlägern. Leider ist das Ausgangsprodukt giftiges Titan.

Wann ist Nahrungsergänzung sinnvoll?

1.) Sinnvolle Nahrungsergänzung ist „Richtig“ – nämlich orthomolekular und hoch dosiert

Die Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) zum „Empfohlenen täglichen Bedarf“ sind Grundlage für die Dosierung vieler frei verkäuflicher Nahrungsergänzungsmittel. Bin ich mit dieser Dosis gut versorgt? Leider nein! Diese Empfehlungen sind erstens veraltet, stammen aus einer Zeit mit anderen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Zum anderen zielen auf „so-grade-eben“ – Mangelvermeidung.

Das heißt:
Wer etwa täglich die DGE- empfohlenen 300 mg Vitamin C zu sich nimmt, bekommt wahrscheinlich keinen Skorbut. Hat aber noch lange nicht den Nutzen für ein rundum aktives Leben, den Studien bei wesentlich höheren Dosen sehen.

2.) Sinnvolle Nahrungsergänzung ist preiswert

Die meisten sinnvollen Produkte sind preiswert, was den Preis für die tägliche Dosis angeht. Verglichen mit den Preisen der großen Pharmaprodukte sogar billig.
Aber: Hochwertige Nahrungsergänzung hat ihren Preis, den sie dann aber wert ist.

3.) Nutzen von Nahrungsergänzung ist durch seriöse Studien vielfach belegt

Natürlich behauptet es jeder Hersteller: „Wissenschaftlich bewiesen”, „96% der Frauen würden das Produkt wieder kaufen”, „durch Studien bestätigt“ oder ähnliches. Leider muss man sich diese Studien auch im Detail ansehen.

Fazit: Nahrungsergänzung – man sollte sich gut informieren

Leider kann man nicht seriös sagen: Nimm diese Pille und alles wird gut! Jede steckt in einer anderen Situation, jeder hat andere Ziele, ständig gibt es neue Erkenntnisse!
Wer so simple Aussagen veröffentlicht, will häufig nur Ihr Geld!

Davon abgesehen gibt es aber klare Erkenntnisse: Die Ernährung, die heute normal ist, versorgt uns nicht ausreichend mit den Nährstoffen, die wir brauchen! Das sind insbesondere die Antioxidantion – Calcium und Magnesium, Vitamin C und E, und einige andere.

Und wenn diese ergänzt werden, bedeutet das sehr häufig eine Verbesserung, nie eine Verschlechterung. Dabei spielt neben dem Preis auch die Qualität eine entscheidende Rolle!

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Weiterführende Beiträge zu den Themen „Nahrungsergänzung Sportnahrung / Sporternährung“ und „Nahrungsergänzung Schwangerschaft“

  • Nahrungsergänzung Sporternährung
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