2 Studien enthüllen: Macht Fruchzucker dumm?

Schon 2012 untersuchte eine Studie an Ratten (Quellenangabe siehe unten) die Wirkung von Omega 3-Fettsäuren und Fructose auf die Gedächtnisleistung.

Zunächst wurden die Ratten 5 Tage lang trainiert, um möglichst schnell durch ein Labyrinth zu finden.

Anschließend wurde eine Hälfte der Ratten mit Omega 3-reichem Futter ernährt, die andere Hälfte wurde mit Omega 3-armer Nahrung gefüttert.

Jede der beiden Gruppen wurde weiter unterteilt in eine Gruppe, der Fructose ins Trinkwasser gemischt wurde und eine andere, die keine Fructose ins Trinkwasser bekam. Es gab also insgesamt 4 Gruppen:

  1. „Omega 3-reiche Nahrung mit Fructose“,
  2. „Omega 3-reiche Nahrung ohne Fructose“,
  3. „Omega 3-arme Nahrung mit Fructose“,
  4. „Omega 3-arme Nahrung ohne Fructose“.

Kann Omega-3 vor Fructose schützen?

Gedächtnisschwäche nach 6 Wochen

Die beiden Gruppen, die Fructose zu sich nahmen, zeigten schon nach 6 Wochen mit fructosehaltiger Ernährung deutliche Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung – sie brauchten schon nach 6 „Fructosewochen“ deutlich länger, um durch das Labyrinth zu finden.

Diejenigen Ratten, die eine fructosehaltige und gleichzeitig Omega 3-arme Ernährung hatten, schnitten am schlechtesten ab.

Ratten mit fructosehaltiger und gleichzeitig Omega 3-reicher Nahrungsaufnahme schnitten deutlich besser ab.

Studien-Fazit:
Fructose beeinträchtigt Gehirn

Das Fazit dieser Studie aus 2012 war, dass fructosehaltige Ernährung die Gedächtnisleistung der Ratten in kürzester Zeit signifikant beeinträchtigte. Doch durch Omega 3-Fettsäuren ließ sich der Abbau der Gedächtnisleistung aufhalten.

Diese Studie zeigt uns also, dass der beliebte Zucker-Ersatzstoff Fructose schnell auch zu Funktionsstörungen im Gehirn führen kann, und sie bestätigt gleichzeitig die Bedeutung von DHA für die Gehirnfunktion.

Omega 3 schützt vor der süßen Gefahr

Der große Gesundheits-Irrtum

Ein hoher Fruchtzuckeranteil in Lebensmitteln galt eine Zeitlang sogar als gesund, weil die Verdauung von Fruchtzucker nicht insulinabhängig ist. Und deshalb wurde Fruchtzucker bis vor wenigen Jahren Diabetikern als Alternative zu normalem Zucker empfohlen.

Inzwischen wissen wir, dass Fruchtzucker, der Lebensmitteln künstlich zugesetzt wird, die Leber belastet.

Fructose und Alzheimer

Mehr noch: Die im August 2013 veröffentlichte Studie „The emerging role of dietary fructose in obesity and cognitive decline“ (Quellenangabe siehe unten) liefert Hinweise, dass Fruchtzuckermissbrauch sowohl für verzögerte Intelligenzentwicklung im Kindesalter wie auch für die Entwicklung von Altersdemenz mit verantwortlich sein kann.

Es wäre also nicht übertrieben, wenn man sagen würde: „Fruchtzucker macht dumm!“

Omega 3 Fischöl durchbricht den Fructose-Teufelskreis

Doch es gibt auch einen Lichtblick: Die Autorinnen der 2013er Studie gehen – genau wie die Autoren der 2012er Studie – davon aus, dass die Omega 3-Fettsäuren DHA und EPA den vom Fruchtzucker ausgelösten Teufelskreislauf durchbrechen können.

Literaturquellen:

  • Agrawal R. and Gomez-Pinilla F.: Metabolic syndrome in the brain: deficiency in omega-3 fatty acid exacerbates dysfunctions in insulin receptor signalling and cognition. The Journal of Physiology, May 1, 2012, 590, 2485-2499.
  • Lakhan, S. and Kirchgessner, A.: The emerging role of dietary fructose in obesity and cognitive decline. Nutrition Journal, Sep 2013