Vitaminmangel – ein weit verbreitetes Phänomen

Vitaminmangel in Deutschland

Guter Vorsatz bei Vitaminmangel: ab jetzt gesund

Guter Vorsatz bei Vitaminmangel: ab jetzt gesund!

Vitaminmangelerscheinungen können bei falscher oder ungenügender Ernährung auftreten. Auch bei Darmstörungen, die die Vitaminaufnahme beeinträchtigen (z.B. Morbus Crohn), gestörter Darmflora (z.B. nach Antibiotika-Therapie), Leberschäden oder Leberschwäche, Alkoholismus oder Schwangerschaft und Stillperiode, Krankheit oder Stress können Mangelerscheinungen vorkommen. Auch ein Vitalstoffmangel durch Medikamente ist gar nicht so selten.

Vitaminmangel weit verbreitet

Vitaminmangel ist in Deutschland weit verbreitet. Die sogenannte “Nationale Verzehrsstudie II” aus dem Jahr 2008 (NVS II) liefert harte Fakten zum Status der Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen.

Aber auch Mineralstoffe wie Kalzium oder Spurenelemente wie Eisen und Zink fehlen oft in der Nahrung. Besonders mangelhaft ist die Versorgung mit:

  • Folsäure: 79% der Männer und 86% der Frauen nehmen zu wenig Folsäure auf.
  • Vitamin D: rund 80%, bei älteren Männern und Frauen über 90% der Menschen nehmen zu wenig Vitamin D auf.
  • Vitamin C: rund ein Drittel aller Deutschen führt seinem Körper weniger als 100 mg Vitamin C zu.
  • Vitamin E: Etwa die Hälfte der Bevölkerung nimmt zu wenig von Vitamin E zu sich.
  • Kalziummangel wurde bei etwa 60% der Bevölkerung festgestellt. Etwa ein Fünftel hat auch Magnesiummangel.
  • Eisen nehmen nur 25% der Frauen genügend zu sich.
  • Zu wenig Jod nehmen 70% der Bürger auf.
  • Ohne Einsatz von jodiertem Salz in Kantinen und Fertiggerichten würden 99% zu wenig Jod aufnehmen.

Folgen der Vitamin-Unterversorgung sind:

  • Folsäuremangel fördert die Arterienverkalkung, somit verschiedene Herz-Kreislauferkrankungen.
  • Bei Schwangeren führt Folsäuremangel in den ersten Schwangerschaftswochen zu einem vierfach erhöhten Risiko des Fötus.
  • Vitamin C Mangel führt zu geschwächtem Immunsystem, Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
  • Vitamin D Mangel führt zu Osteoporose, depressiven Stimmungen und einer Schwächung des Immunsystems.
  • Vitamin E Mangel führt zu Arteriosklerose sowie zu Herz-Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck.
  • Eisenmangel führt zu Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Kalzium-Mangel fördert Knochenabbau und Osteoporose.
  • Bei Folsäuremangel erhöht sich der Homocysteinspiegel. Homocystein ist ein Abbauprodukt des Stoffwechsels und schädigt die Gefäße. Während der Schwangerschaft ist Folsäure wichtig für die Ausbildung des Nervensystems des Fötus. Folsäuremangel ist bei rund 80% – 90% der Bevölkerung festgestellt worden.
  • Vitamin D Mangel schwächt das Immunsystem und den Kalziumstoffwechsel.

Weiterführende Beiträge

  • Schwerhörigkeit: Diese Vitamine schützen das Hörvermögen

    Es ist möglich, dass immer mehr Mitmenschen zu leise reden oder nuscheln. Möglich, dass im Kino viel zu oft unverständlicher Geräuschbrei serviert wird. Möglich ist aber auch, dass diese Wahrnehmung nicht an der Aussprache oder der Tontechnik, sondern an den Ohren liegt und sich eine Schwerhörigkeit andeutet.

  • Hochdosierte Vitamine: Sinnvoll oder ein Gesundheits-Irrtum?

    Hochdosierte Vitamine in der medizinischen Praxis Ein Patient, der jahrelang Multivitaminpräparate nahm, war sehr erstaunt, als ihm sein Arzt 1.000 Milligramm (mg) Niacinsäure täglich verordnete, um seinen Cholesterinspiegel zu verbessern. Diese Dosis ist, verglichen mit den 20 mg aus dem Drogerie-Multivitaminpräparat, die den täglichen Niacinsäurebedarf decken sollen, recht hoch.

  • Haben Sie schleichenden Vitaminmangel?

    „Sie brauchen keine Vitaminpräparate. Wenn Sie sich gesund ernähren, bekommt Ihr Körper alles, was er benötigt.“ Hat Ihnen Ihr Hausarzt das auch schon einmal gesagt? Vielleicht hat er das auch noch untermauert, indem er behauptete, dass es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die beweisen, dass die Extragabe von Vitaminen notwendig ist.

Beitragsübersicht Vitaminmangel
Vitaminmangel – ein weit verbreitetes Phänomen
Ihre Bewertung